Externer Verkehrsleiter oder Mitarbeiter – was ist die bessere Lösung?

Unternehmen im gewerblichen Güterkraftverkehr benötigen einen Verkehrsleiter, um eine Transportlizenz zu erhalten und die Verkehrstätigkeiten gesetzeskonform zu organisieren. Dabei stellt sich häufig die Frage, ob diese Funktion durch einen angestellten Mitarbeiter oder einen externen Verkehrsleiter übernommen werden sollte.

Beide Varianten sind gesetzlich zulässig, unterscheiden sich jedoch deutlich in Aufwand, Kosten und Flexibilität.


Verkehrsleiter im Unternehmen

Ein angestellter Verkehrsleiter übernimmt die fachliche Leitung der Verkehrstätigkeiten direkt im Unternehmen. Voraussetzung ist, dass diese Person die fachliche Eignung nachweisen kann, in der Regel durch die IHK-Fachkundeprüfung im Güterkraftverkehr.

Typische Anforderungen an einen internen Verkehrsleiter:

  • Fachkunde im Güterkraftverkehr

  • Zuverlässigkeit

  • tatsächliche Leitung der Verkehrstätigkeiten

  • organisatorische Einbindung im Unternehmen

Für größere Transportunternehmen kann diese Lösung sinnvoll sein, da der Verkehrsleiter dauerhaft im Betrieb eingebunden ist.


Externer Verkehrsleiter

Ein externer Verkehrsleiter übernimmt die fachliche Leitung der Verkehrstätigkeiten im Rahmen eines Vertragsverhältnisses. Diese Lösung wird häufig von kleineren Transportunternehmen, Existenzgründern oder Unternehmen ohne eigene Fachkunde genutzt.

Ein externer Verkehrsleiter erfüllt dieselben gesetzlichen Anforderungen wie ein interner Verkehrsleiter und wird gegenüber der Genehmigungsbehörde benannt.

Typische Leistungen eines externen Verkehrsleiters:

  • Überwachung der Verkehrstätigkeiten

  • Unterstützung bei der Organisation von Transportprozessen

  • Dokumentationsprüfung

  • Beratung bei gesetzlichen Anforderungen

  • Unterstützung bei Behördenkontakten


Vorteile eines externen Verkehrsleiters

Die Beauftragung eines externen Verkehrsleiters bietet mehrere praktische Vorteile:

  • keine Einstellung eines Mitarbeiters erforderlich

  • sofort verfügbare Fachkunde

  • kalkulierbare Kosten

  • Erfahrung aus verschiedenen Transportunternehmen

  • Unterstützung bei der Transportlizenz

  • flexible Vertragsgestaltung

Gerade bei Unternehmensgründungen ist ein externer Verkehrsleiter häufig die wirtschaftlichste Lösung.


Wann ein interner Verkehrsleiter sinnvoll ist

Ein interner Verkehrsleiter kann sinnvoll sein, wenn:

  • das Unternehmen stark wächst

  • dauerhaft mehrere Fahrzeuge eingesetzt werden

  • bereits ein fachkundiger Mitarbeiter vorhanden ist

  • umfangreiche Transportorganisation im Betrieb erforderlich ist

In diesen Fällen kann die feste Integration im Unternehmen Vorteile bieten.


Fazit

Sowohl ein interner als auch ein externer Verkehrsleiter können die gesetzlichen Anforderungen im Güterkraftverkehr erfüllen. Für kleinere Transportunternehmen und Existenzgründer bietet ein externer Verkehrsleiter jedoch häufig eine flexible und wirtschaftliche Lösung.

Die Entscheidung hängt vor allem von der Unternehmensgröße, der vorhandenen Fachkunde und der geplanten Entwicklung des Unternehmens ab.

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