Externer

Gefahrgut-

beauftragter

Sie wollen nicht extra einen Gefahrgutbeauftragten einstellen?

In vielen Fällen ist es günstiger, einen externen Gefahrgutbeauftragten zu bestellen.

 

Dienstleistungen

 

◊ Stellen des Externen Gefahrgutbeauftragten 

◊ Unterstützung Ihres Gefahrgutbeauftragten im operativen Geschäft

◊ Durchführung von Bestandsaufnahmen bzw. Betriebsbegehungen zur Überwachung der Vorgaben aus dem ADR

◊ Beratung des Unternehmens oder des Betriebes bei den Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Gefahrgutbeförderung

◊ Erstellung des Jahresberichtes über die Tätigkeiten des Unternehmens in Bezug auf die Gefahrgutbeförderung

◊ Schulung der an der Beförderung beteiligten Personen gemäß Kapitel 1.3 ADR

◊ Erarbeitung der erforderlichen Dokumentation

  • FAQ - Gefahrgutbeauftragter
  • 1. Wer benötigt einen Gefahrgutbeauftragten?

    Der § 1 der GbV besagt, dass die Verordnung für alle Unternehmen gilt, die an der Beförderung von gefährlichen Gütern (also Gefahrgütern) auf der Straße, auf der Schiene, auf Binnengewässern und per Seeschiffen beteiligt sind.

    Wenn ein Unternehmen an der Beförderung von Gefahrgut im weitesten Sinn beteiligt ist (Beförderung, Lagerung, Handel, Verpackung, usw.), muss dieses Unternehmen in der Regel einen Gefahrgutbeauftragten bestellen. Dem Unternehmen werden durch diverse Gesetze und Verordnungen Pflichten und Verantwortlichkeiten auferlegt, die es zu beachten gilt.
    Nicht immer ist klar, ob ein Unternehmen tatsächlich „Beteiligter“ im Sinne der Gefahrgutvorschriften ist.
    Rechtsgrundlagen:
    • Verordnung über die Bestellung von Gefahrgutbeauftragten in Unternehmen (Gefahrgutbeauftragtenverordnung - GbV) vom 25.Februar 2011(BGBl. I vom 11. März 2011, S. 341)
    • Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt – GGVSEB – in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. März 2015 (veröffentlicht im BGBl. Teil I Nr. 13 vom 8. April 2015)
    • Abschnitt 1.8.3 ADR/RID/ADN
  • 2. Was sind gefährliche Güter im Sinne der Gefahrgutvorschriften?

    Gefahrgüter im Sinne des § 2 des Gesetzes über die Beförderung gefährlicher Güter (Gefahrgutbeförderungsgesetz (GGBefG) Neufassung vom 7. Juli 2009, Berichtigung vom 28. Dezember 2009, BGBl. I S. 3974) sind Stoffe und Gegenstände, von denen aufgrund ihrer Natur, ihrer Eigenschaften oder ihres Zustandes im Zusammenhang mit der Beförderung, Gefahren für die öffentliche Sicherheit, für die Allgemeinheit, für Leben und Gesundheit von Menschen sowie für Tiere, die Natur und andere Sachen ausgehen können. Gefahrgüter sind je nach Art der von ihnen ausgehenden Gefahren in 13 Klassen (Klassen 1 bis 9 incl. Unterklassen) eingeteilt.
  • 3. Wie kann die Bestellung eines Gefahrgutbeauftragten erfolgen?

    Die Bestellung eines Gefahrgutbeauftragten kann durch eine arbeitsvertragliche Regelung oder durch eine schriftliche Mitteilung des Arbeitgebers, die innerhalb des Unternehmens oder des Betriebes bekannt gemacht wird, geschehen. Jeder Mitarbeiter im Unternehmen muss wissen, wer der Gefahrgutbeauftragte und wie er zu erreichen ist. Werden mehrere Gefahrgutbeauftragte bestellt, so sind die abgrenzbaren Aufgabenbereiche schriftlich festzulegen. Es kann auch ein sogenannter „externer“ Gefahrgutbeauftragter schriftlich bestellt werden. Ist kein Gefahrgutbeauftragter bestellt, gilt der Unternehmer oder Inhaber des Betriebes selbst als Gefahrgutbeauftragter. Ihn treffen dann alle Pflichten und Verantwortlichkeiten (§ 3, Abs. 1 GbV).
  • 4. Gibt es Befreiungen von der Pflicht zur Bestellung eines Gefahrgutbeauftragten?

     
    Von der Verpflichtung, einen Gefahrgutbeauftragten zu bestellen, sind Unternehmer oder Inhaber von Betrieben befreit, wenn:
     
    • sich die Tätigkeiten auf freigestellte Beförderungen gefährlicher Güter mit den Verkehrsträgern Schiene, Straße, Binnenwasserstraßen, See beschränken. Die
    Beförderung des jeweiligen gefährlichen Gutes muss ausdrücklich von den verkehrsträgerspezifischen Vorschriften vollständig ausgenommen sein. Befreiungen ergeben sich z. B. aus den Regelungen - im Unterabschnitt 1.1.3.1 oder Kapitel 3.4/3.5 des ADR/RID/ADN - im Kapitel 3.4/3.5 des IMDG-Codes - im Unterabschnitt 1.1.3.6.3 ADR/RID;
     
    • sich die Beteiligung an der Beförderung gefährlicher Güter nur auf den Eigenbedarf in Erfüllung betrieblicher Aufgaben bezieht und pro Kalenderjahr nicht über 50 t netto gefährlicher Güter (bei radioaktiven Stoffen nur die UN-Nrn. 2908 bis 2911) liegt. Hierunter fallen nur solche Güter, die ein an der Beförderung dieser Güter Beteiligter für seine Betriebszwecke ge- oder verbraucht. Hierbei bezieht sich die Mengengrenze auf das gesamte Unternehmen. Falls die relevanten Mengen aller Niederlassungen eines Unternehmens die freigestellte Menge überschreiten, muss mindestens ein Gefahrgutbeauftragter bestellt werden,
     
     
    • sich die Tätigkeiten auf die Herstellung von Verpackungen, Großpackmittel (IBC) oder Tanks nach Baumustern beschränken,
     
    • der Auftraggeber des Absenders nur an der Beförderung gefährlicher Güter, ausgenommen radioaktive Stoffe der Klasse 7 und gefährliche Güter der Beförderungskategorie 0 nach Absatz 1.1.3.6.3 ADR/RID oder Unterabschnitt 1.1.3.1ADR/RID, von nicht mehr als 50 t netto pro Kalenderjahr beteiligt ist.
     
    • sie ausschließlich als Entlader an der Beförderung gefährlicher Güter von nicht mehr als 50 Tonnen netto pro Kalenderjahr beteiligt sind.
  • 5. Welche Aufgaben hat ein Gefahrgutbeauftragter?

    Der Gefahrgutbeauftragte wird unter der Verantwortung des Unternehmers oder Inhabers des Betriebes tätig. Seine Aufgaben bestehen u. a. darin:
     
    • darauf hinzuwirken, dass geeignete Maßnahmen zur Einhaltung der Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter für den jeweiligen Verkehrsträger getroffen werden,
     
    • die Tätigkeiten des Unternehmens oder Betriebes entsprechend den Pflichten der Gefahrgutbeauftragten nach § 8 GbV zu beachten,
     
    • schriftliche Aufzeichnungen über seine Überwachungstätigkeit, die Namen der überwachten Personen und der Geschäftsvorgänge unter Angabe des Zeitpunkts zu führen und diese mindestens fünf Jahre aufzubewahren. Die Aufzeichnungen sind der Überwachungsbehörde auf Verlangen in Schriftform zur Prüfung vorzulegen,
     
    • innerhalb eines halben Jahres nach Ablauf des Geschäftsjahres einen Jahresbericht zu erstellen. Dieser Bericht ist mindestens fünf Jahre aufzubewahren und auf Verlangen der Überwachungsbehörde vorzulegen.
     
    • dafür zu sorgen, dass nach einem Unfall, bei dem Gefahrgut freigesetzt wurde,nach Eingang aller sachdienlichen Auskünfte, ein Unfallbericht gemäß § 8, Abs. 4 GbV erstellt wird. Dieser ist auf Anforderung der Überwachungsbehörde vorzulegen.
  • 6. Welche Rechte und Pflichten hat ein Gefahrgutbeauftragter?

    Die Rechte und Pflichten des Gefahrgutbeauftragten ergeben sich aus den §§ 8 und 9 GbV:
     
    • Überwachungstätigkeit im Unternehmen oder Betrieb (§8 Abs. 2 GbV), Recht auf Teilnahme an den vorgeschriebenen Schulungen (§ 9 Abs. 2 GbV), sowie unabhängig davon ggf. an weiteren Schulungen zur Förderung der Sachkunde,
     
    • Recht, Vorschläge und Bedenken der entscheidenden Stelle im Unternehmen oder Betrieb vorzutragen (§ 9 Abs. 2, Nr. 4 GbV),
     
    • Gelegenheit zur Stellungnahme zu Anträgen auf Abweichung von den Gefahrgutvorschriften (§ 9 Abs. 2, Nr. 5 GbV),
     
    • der Gefahrgutbeauftragte darf wegen der Erfüllung seiner Aufgaben nicht benachteiligt werden. (§ 9 Abs. 1 GbV). Darüber hinaus können dem Gefahrgutbeauftragten innerbetrieblich weitere Aufgaben übertragen werden.
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